Thilo Behrmann als Nummer drei zur EM
Die Grand Slam-Bilanz von Thilo Behrmann im Jahr 2026 kann sich sehen lassen. Achtelfinale bei den Australian Open, Viertelfinale bei den French Open, Aus in Runde eins von Wimbledon und zum Abschluss das Halbfinale bei den US Open. „Das ist eine sehr ordentliche Bilanz“, meint Akademieleiter Wolfgang Thiem. „Das Gras in Wimbledon ist jener Belag, der Thilo aufgrund seiner Größe am wenigsten liegt. Die Niederlage dort war mit 6:7, 6:7 auch denkbar knapp.“ Dass Behrmann zu den weltweit Besten seines Jahrgangs zählt, bewies er nicht zuletzt bei seiner letzten Jugend-Grand-Slam-Teilnahme in New York. Dort feierte der 18-Jährige vier Siege am Stück, ehe er der Nummer eins der Setzliste hauchdünn mit 4:6, 4:6 unterlag. „Wenige Punkte waren ausschlaggebend“, berichtet Thiem.
„Mit dem Turnier kann Thilo zufrieden sein. Er hat durchwegs gute Leute geschlagen. Das Niveau bei den Junioren-Grand-Slams ist wirklich sehr hoch“, erklärt Wolfgang Thiem, der den Sieg über Andrew Johnson im Achtelfinale am höchsten einschätzt. „Er durfte in der Herren-Qualifikation antreten und schlug dort Taro Daniel, der lange Zeit selbst in den Top 100 der Welt stand.“
Der Erfolgslauf im Big Apple schlägt sich auch in der ITF-Rangliste nieder, in der der Wahlburgenländer seit Montag auf Position drei liegt und auch das Ticket für die World Tennis Tour Junior Finals vom 21. bis 25. Oktober in Chengdu (China) in der Tasche hat. Zuvor stehen noch zwei bis drei Nachwuchs-Turniere auf dem Programm, es sollen aber auch weitere Schritte in Richtung Herren-Tour erfolgen. „Es gibt noch viele Dinge, die bei Thilo zu entwickeln sind“, ist der Blick bei den Coaches der Thiem Academy Burgenland schon in die Zukunft gerichtet.
Die nächste Station sind die MEHRLEBEN – U18 European Junior Championships 2026 powered by Finanzfuchsgruppe auf dem Akademiegelände im Sport-Hotel-Kurz in Oberpullendorf. Thiem zählt seinen Schützling zum Kreis der Edelmetall-Anwärter: „Das Selbstvertrauen stimmt und er hat auch sehr viel Matchpraxis.“ Das einzige Fragezeichen stellte der mit der Zeitumstellung verbundene Jetlag dar. Behrmann landete erst am Sonntag in Schwechat und reiste direkt zurück in die Thiem Academy. Die Umstellung von Hardcourt auf Sand sah Thiem weniger als Problem, was sein Schützling am Dienstag auch bestätigte. Beim 6:0, 6:1 gegen den Bosnier Amir Skrijelj war auch von einem Jetlag nichts zu merken. Heute geht es für Behrmann mit einem Doppel-Einsatz (Anm.: mit Florian Zimmer) weiter.
Detailergebnisse European Championships:
J300 Oberpullendorf (Europe Regional Championships) 2026 | ITF