2026 World Tennis Tour Junior Finals: Behrmann feiert in Chengdu Auftaktsieg
Durch seine großartigen Leistungen in dieser Saison hat sich Thilo Behrmann als erster Österreicher seit Joel Schwärzler vor drei Jahren für die World Tennis Tour Junior Finals in Chengdu (21.–25. Oktober), China, qualifiziert. Die jeweils stärksten acht startwilligen Jugendspielerinnen und Jugendspieler des Jahres schlagen bei diesem Masters auf, und mit dem Deutschen Jamie Mackenzie (Rang 2 in den World Tennis Tour Junior Rankings), Behrmann (3), den US-Amerikanern Keaton Hance (4) und Jordan Lee (5), dem Slowenen Ziga Sesko (7), dem Bulgaren Dimitar Kisimov (9), dem Deutschen Vincent Reisach (11) sowie dem Puerto-Ricaner Yannik Alvarez (12) setzt sich das Feld heuer ausschließlich aus Top-zwölf-Spielern der U18-Weltrangliste zusammen. Behrmann wurde dabei in die Gruppe B mit Hance, Kisimov und Reisach ausgelost – und hat am Mittwoch den ersten Schritt gesetzt, um in die Fußstapfen des Champions 2023, Schwärzler, zu treten. Denn der Wahlburgenländer hat sein Auftaktmatch gegen Kisimov nach hartem Kampf mit 7:6 (0), 7:6 (3) gewonnen und sich somit schon mal eine exzellente Ausgangsposition für den erhofften Aufstieg in das Semifinale geschaffen. Dafür wäre zumindest Platz zwei in der Gruppe nötig. Sein zweites Gruppenspiel bestreitet der 18-Jährige am Donnerstag (nicht vor 9:30 Uhr MESZ auf dem Centre Court, hier im Livestream) gegen Reisach, der seine erste Partie ebenso erfolgreich absolvierte.
Behrmann hatte heuer etwa das Halbfinale im Juniorenbewerb der US Open in New York, das Viertelfinale bei den French Open in Paris sowie das Achtelfinale bei den Australian Open in Melbourne verzeichnet sowie bei der U18-EM in Oberpullendorf sensationell das Double gefeiert. Dazu kamen drei weitere ITF-Einzelpokale in Kairo (J500), Vrsar (J300) und Gurugram (J200), durch die er sich in der Jugendweltrangliste bis auf Position drei schob. Dafür war er bei der 30. LOTTERIEN Sporthilfe-Gala am vergangenen Donnerstag in der Wiener Stadthalle beim Jugendsportpreis presented by Lucky Car mit Platz drei bedacht worden. Behrmann hatte seinen Preis jedoch nicht persönlich entgegennehmen können – was ÖTV-Sportdirektor und -Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer stellvertretend erledigte –, weil er sich schon vor Ort in Chengdu auf die World Tennis Tour Junior Finals einstimmte. Die gewissenhafte Vorbereitung zahlte sich für ihn offenbar aus. Nachdem Behrmann den ersten Satz gegen Kisimov im Tiebreak gar zu null gewann, ließ er sich im zweiten Durchgang auch von einem 1:4- und 3:5-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und behielt in der Kurzentscheidung neuerlich die Oberhand.