Burgenländischer Tennisverband
Verbands-Info Davis Cup

„Hinfahren, 3 Punkte holen, wieder heimfliegen“: Klares Ziel für ÖTV-Herren

Österreichs Davis-Cup-Team um Kapitän Jürgen Melzer reist nächste Woche als hoher Favorit nach Irland.
Verfasst von: Manuel Wachta, 26.01.2024
© GEPA pictures / Walter Luger
Von links nach rechts: ÖTV-Vizepräsident Georg Blumauer, Davis-Cup-Teamspieler Lucas Miedler, ÖTV-Sportdirektor und -Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer, ÖTV-Geschäftsführer Wirtschaft Thomas Schweda.

Bald geht’s wieder los: Am Freitag, dem 2. Februar, um 12:30 Uhr MEZ wird beim Davis-Cup-Play-off der Weltgruppe I zwischen Irland und Österreich in Limerick die Auslosung vorgenommen. Sieben Tage davor hat der Österreichische Tennisverband am Freitag in der Früh zu einem Pressefrühstück ins traditionsreiche Café Landtmann in der Wiener Innenstadt eingeladen, um vor dem Länderkampf am 3. und 4. Februar unter anderem einen Einblick in den Status quo der rot-weiß-roten Herren-Nationalauswahl zu geben. Diese fliegt, mit fast allen Teammitgliedern an Bord, am frühen Dienstagnachmittag in die drittgrößte Stadt Irlands, einzig die heimischen Nummern eins und zwei, Sebastian Ofner (ATP 37) und Dominic Thiem (ATP 92), werden erst Mittwochmorgen nachreisen. Die Länderkampfbegegnung wird an beiden Spieltagen ausschließlich auf ÖTV TV unter www.oetv.tv live gezeigt, mit Ex-Doppel-Weltklassespieler Alexander Peya als Experte.

Blumauer siegessicher – und doch gewarnt

Mit Österreichs aktuellem Spitzenspieler Ofner sowie dem langjährigen Aushängeschild Thiem an vorderster Front gehen die ÖTV-Herren als hohe Favoriten in diese Begegnung. „Die Ausgangslage spricht natürlich sehr deutlich für uns. Irland hat keinen Spieler, der im Einzel je unter den Top 500 war“, wusste ÖTV-Vizepräsident Georg Blumauer, der als selbst ehemaliger Davis-Cup-Spieler dennoch warnte: „Der Davis Cup hat immer eigene Gesetze und man darf niemanden unterschätzen. Ich bin jedoch überzeugt davon, dass Jürgen Melzer unsere Mannschaft optimal einstellen und vorbereiten wird – und wir uns den Sieg holen werden.“ Dieser brächte Österreich nach den 1:3-Niederlagen im Vorjahr in Kroatien und gegen Portugal zurück in die Weltgruppe I, wo sich im September wieder die Chance böte, in die Qualifikationsrunde zu den Davis Cup Finals 2025 aufzusteigen.

Bei den Australian Open konnten die heimischen Davis-Cup-Asse diesmal nicht brillieren. Ofner, der zuvor bei den ATP-250-Turnieren in Hongkong und Auckland ein Semi- und ein Achtelfinale verbucht hatte, und Thiem war in Melbourne jeweilig durch enge Fünfsatz-Niederlagen ebenso kein Erfolgserlebnis vergönnt gewesen wie Filip Misolic (ATP 145) in der Qualifikation und dem Doppelduo Alexander Erler (ATP-Doppel 37) und Lucas Miedler (ATP-Doppel 41). ÖTV-Sportdirektor und -Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer nahm dabei Licht und Schatten wahr: „‚Ofi’ ist davor gut in die Saison reingestartet, kommt definitiv mit dem meisten Selbstvertrauen nach Irland. ‚Domi’ hat eine sehr durchwachsene erste Runde gespielt, mit Aufs und Abs. Wenn er das Auf abrufen kann, dann bin ich natürlich zufrieden und sehr zuversichtlich.“

In einer anderen Liga: Melzer will „die Kirche im Dorf lassen“

Nicht viele Sorgen machte sich Melzer ob des mittlerweile bereits bewährten Davis-Cup-Doppels Erler/Miedler: „Die beiden hatten in Australien eine taffe Auslosung, muss man sagen. Aber die beiden haben im Davis Cup bis jetzt immer noch delivered. Und deshalb reise ich mit unserem Team trotzdem guter Dinge nach Irland.“ Man müsse die Kirche im Dorf lassen: „Irland hat eigentlich keinen Spieler, der nur annähernd in unseren Sphären spielt.“ Wie auch die nicht vorhandenen ATP-Top-1000-Rankings der durch Kapitän und Ex-Profi Conor Niland nominierten Osgar O’Hoisin (ATP 1015), Michael Agwi (ATP 1117), Simon Carr (ATP 1679), Conor Gannon (ATP -) und Vizekapitän David O’Hare (ATP -) klar unterstreichen. Den Finaleinzug Agwis beim vorwöchigen ITF-M15-Event in Cadolzburg hat Melzer registriert: „Das darf man nicht unterschätzen, er kommt zumindest mit viel Selbstvertrauen hin.“

So auch Carr, der nach längerer Verletzungspause auf Anhieb gleich den Doppelbewerb in Cadolzburg gewann. Ebenfalls allerdings kein Grund für Sorgenfalten bei Melzer: „Wir werden trotzdem sicherlich mehr als gut dagegenhalten können.“ Diesbezüglich zeigte sich auch Doppelass Miedler beim Pressefrühstück zuversichtlich: „Der Saisonstart von Alex und mir war nicht so großartig, aber wir fliegen trotzdem als klare Favoriten nach Irland. Wir sind voller Tatendrang“, versprach der Niederösterreicher. Die Marschroute hatte Melzer bereits vor Wochen festgelegt: „Im Endeffekt geht es darum, einfach dort hinzufahren, drei Punkte zu holen und wieder heimzufliegen“. Das erste Zwischenziel sei es bis dahin freilich, „sich in jenen zwei, drei Trainingstagen, die wir dort haben, gut auf die Bedingungen einzustellen“, auf dem vor Ort aufgebauten Hartplatz.

Restlos ausverkauft: Alle wollen Österreichs Weltklasseteam sehen

Die deutliche Ausgangslage tut der Begeisterung in Irland jedoch keinen Abbruch. Nicht nur, weil es für Nilands Mannen das erste Heimspiel seit März 2015 wird. Sondern auch, da man Österreich, in Erwartung einer hochkarätigen Gästemannschaft rund um Ex-US-Open-Champion Thiem, als Weltklassegegner anpreisen konnte – und dementsprechend die Werbetrommel rührte. Das führte dazu, dass in der UL Sport Arena auf dem Gelände der University of Limerick, die eigentlich 1735 Zuschauer:innen Plätze bietet, nochmals stark nachgerüstet werden musste. Denn binnen weniger als zwei Stunden (!) waren die ersten 3000 Karten restlos ausverkauft. Und auch die zweite Tranche Tickets war nach lediglich einer Stunde vollständig vergriffen – sodass sich Irland vor einer nun gänzlich ausgeschöpften Kapazität von 2350 Fans pro Spieltag den ÖTV-Herren entgegenstellen wird. Einzig über eine Warteliste auf der Tennis-Ireland-Website können noch etwaige retournierte Karten bezogen werden. Für eine formidable Länderkampfstimmung sollte in Limerick also gesorgt sein.

„Sehr großes Interesse“: Taskforce gegen Hass und Gewalt im Netz im Laufen

Für keine Hochstimmung sorgt beim Österreichischen Tennisverband und den rot-weiß-roten Spieler:innen, dass nach Niederlagen Spott, Untergriffe und üble Hassnachrichten im Internet und auf Social Media zur traurigen Normalität geworden sind. „Wir haben im Herbst auf die von Tamira Paszek veröffentlichten Todesdrohungen sofort reagiert und gemeinsam mit unserem Hauptsponsor win2day eine Taskforce ins Leben gerufen, um die Spieler:innen vor derartigen Auswüchsen zu schützen“, erinnerte ÖTV-Vizepräsident Blumauer. „Wir bieten den Spieler:innen Workshops und Beratungen an, wie sie sich bei Hassnachrichten verhalten und schützen können. Bei strafrechtlich relevanten Inhalten wollen und werden wir nicht wegschauen und dabei helfen, diese auch entsprechend zu verfolgen. Die Kosten, die dabei anfallen, übernimmt dankenswerterweise win2day.“

Der ÖTV-Geschäftsführer Wirtschaft Thomas Schweda gab ein Update zur ÖTV-Initiative gegen Hass und Gewalt im Netz, die mittlerweile unter dem Motto „Das geht gar nicht!“ fortgeführt wird: „Wir hatten im Dezember einen ersten Workshop mit den Spieler:innen, unter der Anleitung von Marion Maruska (ÖTV-Sportkoordinatorin und -Billie-Jean-King-Cup-Kapitänin; Anmerkung), die diesen Prozess zusammen mit Rechtsanwältin Mag.a Patricia Hofmann und Caroline Kerschbaumer von der ZARA-Beratungsstelle koordiniert. An 60 Spieler:innen wurde dann auch eine Aufzeichnung verschickt. Das Interesse daran ist sehr groß. Wir haben außerdem mit verschiedenen Expert:innen, darunter auch vom Bundesministerium für Inneres, eine Londoner Anwaltskanzlei kontaktiert, mit der wir zusammenarbeiten und eruieren, welche Möglichkeiten es rein technisch gibt, um eine Nachverfolgung künftig automatisiert aufzusetzen. Es gibt hierzu einige Möglichkeiten, und die nächsten dahingehenden Schritte werden wir gemeinsam mit win2day und den Expert:innen erarbeiten.“

Hohe Wellen hatte vergangene Woche ein Social-Media-Posting des Österreichischen Tennisverbands geschlagen, der sich hinter Aushängeschild Thiem gestellt hatte, der seit mittlerweile zwei Jahren nach jeder Niederlage reihenweise Spott, Anfeindungen und Hassnachrichten ausgesetzt ist. Vor allem Ersteres und Zweiteres auch von Usern aus dem eigenen Land, ungeachtet der großen Verdienste des Niederösterreichers ums österreichische Tennis. Das ÖTV-Statement wurde in der öffentlichen Wahrnehmung als starkes, gesetztes Zeichen empfunden, das allein auf facebook über 800.000 Menschen erreichte. Freilich ging es dem ÖTV dabei nicht nur um Thiem: „Es ist eigentlich egal, ob es die Nummer 500, die Nummer 13 oder die Nummer 40 der Welt ist: Dass Spieler:innen sich das antun und ansehen müssen, wie da mit ihnen umgegangen wird, das geht gar nicht. Das haben sich weder ein:e Spieler:in noch ein:e Manager:in verdient. Deswegen werden wir geschlossen dagegen vorgehen“, ergänzte Schweda, der eine bundesweite Aktion aller Sportarten ausdrücklich begrüßen würde.

Der Zeitplan zum Davis Cup Irland – Österreich

Freitag, 2. Februar, 12:30 Uhr MEZ: Official Draw

Samstag, 3. Februar, 13:00 Uhr MEZ: Eröffnungszeremonie (live auf ÖTV TV)
Im Anschluss: 1. Einzel (live auf ÖTV TV)
Im Anschluss: 2. Einzel (live auf ÖTV TV)

Sonntag, 4. Februar, 12:00 Uhr MEZ: Doppel (live auf ÖTV TV)
Im Anschluss: 3. Einzel (live auf ÖTV TV)
Im Anschluss: 4. Einzel, falls nötig (live auf ÖTV TV)

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