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„Von Kreisliga bis ITF Top 10-Niveau“

In unserem ersten Artikel vor einigen Wochen haben wir euch von der Möglichkeit Col-lege Tennis berichtet, was es damit auf sich hat und kurz angeschnitten wie unsere Erfahrungen damit waren. Wir haben auch erwähnt, dass die Spielstärke in den verschieden College Spielklassen sehr variiert.Wir versprochen geht es in unserem heutigen Artikel darum euch Anhaltspunkte zu geben wie gut man tatsächlich sein muss um ein Stipendium (Scholarship) an einer Universität in den USA zu erhalten.

Let’s get started! :-)

Noah Rubin. Der Name ist vielleicht nur einigen wenigen von euch bekannt, aber der Amerikaner war der Gewinner des Wimbledon Juniorenbewerbs letztes Jahr. Was für viele andere Top ITF U18 Spieler ein vorgezeichneter Weg zum Profidasein ist (siehe Dominic Thiem, ehemalige #2 der ITF U18), war nicht unbedingt der Fall für Rubin. Er hat ein Top Scholarship an der Wake Forest University angenommen und das akademische Jahr 2014-15 damit zugebracht nicht nur in den Vorlesungen seine Leistung zu erbringen, sondern auch auf den Hardcourt-Plätzen der Universität.
Nach einem höchst erfolgreichen Jahr am College - #5 der Rangliste - hat er sich nun dazu entschieden Profi zu werden und seine Hochschulausbildung abzubrechen. Da-durch, dass er seinen Status als Profi angibt darf er kein athletisches Stipendium mehr bekommen.
 

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Dieses Extrem-Beispiel hilft uns College Tennisspieler besser zu unterteilen:
Einerseits gibt es die Topspieler, die bereits bei den Junioren national und international ganz vorne dabei sind und sich berechtigte Chancen ausrechnen über College Tennis den Weg auf die Tour zu schaffen.
Andererseits die große Mehrheit der anderen Tennisspieler, die überhaupt keine Ambitionen aufs Profidasein haben.

„Am Weg zum Profi“
Aktuell bestes Beispiel ist der Wimbledon Sieger Jean-Julien Rojer (NED), der vor eini-gen Wochen erst zum Davis Cup Sieg über Österreich beigetragen hat. Er hat seine komplette Ausbildung an der University of Los Angeles (UCLA) absolviert und war dabei einer der Topspieler des College Teams.
Die Spieler, die in der Jugend international vorne dabei sind, sind automatisch im Spot-light der Coaches und werden oftmals von diesen kontaktiert um herauszufinden ob Interesse an College Tennis bestehen würde. Die Gruppe der Spieler die das Zeug zum Profi hat versammelt sich fast ausschließlich in der stärksten College Liga, der NCAA D-I (mehr dazu in unserem nächsten Beitrag).
Während Rojer sich ausschließlich aufs Doppel konzentriert, zeigen andere Spieler, dass College Tennis auch für die Einzelkarriere vorbereiten kann: John Isner (USA) und Kevin Anderson (RSA) sind hier nur zwei Beispiele einer langen Liste.

„Der tennisspielende Student“
Die viel größere Gruppe der Tennisspieler hat zwei Ziele. Erstens, sich eine 4-jährige Ausbildung über ein Scholarship zu finanzieren, die in den USA generell sehr teuer ist. Und zweitens, die Möglichkeit die Tenniskarriere auch nach Abschluss der High School (Matura oder ähnliches) fortzusetzen und die beste Zeit des Sportlerlebens am Tennisplatz zu genießen.
Aufgrund der unterschiedlichen Collegeligen (insgesamt 5 Divisions) ist die Bandbreite des Niveaus hier ziemlich groß. Auf österreichische Verhältnisse umgelegt sollten Spieler im Bereich der Landesligen und starken Kreisligen sein um realistische Chancen auf ein attraktives Stipendium in den USA zu haben.
Übrigens, wir von Smarthlete haben ebenfalls definitiv zu dieser Gruppe an Spielern gehört...:-) Keine Ambitionen Profi zu werden, aber richtig Lust sich auf den Hardcourts in Kalifornien und Colorado zu versuchen, während wir unseren Englisch-Level verbessern und uns auf den weiteren Berufsweg vorbereiten konnten.

Unsicher ob deine Spielstärke für College Tennis ausreichen würde? Schreib uns ein-fach ein E-Mail an contact@smarthlete.com und wir helfen dir gerne weiter! Im nächsten Beitrag erklären wir euch die Unterschiede der Collegeligen und in welchen von diesen die meisten österreichischen Tennisspieler derzeit unterwegs sind – vielleicht kennst du ja den einen oder anderen von ihnen oder hast möglicherweise schon gegen sie gewonnen...:-)

Die Jungs von Smarthlete

Smarthlete ist ein soziales Netzwerk für „College Sports Recruiting“, dessen Ziel es ist junge Tennisspieler über die einzigartige Möglichkeit „College Tennis“ zu informieren. Wir freuen uns täglich neue College Coaches auf Smarthlete zu begrüßen, die mit inte-ressanten Tennisspielern wie dir in Kontakt kommen und Tennis-Stipendien anbieten.
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Bilder:
Bild I - Stuart Seeger
Bild II - Robbiesauraus

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