Turniere

Pichler schlägt kanadischen Daviscupper – Kurz erstmals gesetzt

Der Osliper David Pichler zeigt sich trotz vollem Turnier- und Meisterschaftskalender derzeit in Topform. Im Doboj (Bosnien und Herzegowina) gelang ihm sein bisher größter Karriereerfolg. Das BTV-Ass bezwang im Achtelfinale den kanadischen Daviscupper Frank Dancevic mit 7:6 (3), 2:6 und 7:6 (3). Im Viertelfinale war dann leider Endstation. Die Oberpullendorferin Karoline Kurz ist indes zum ersten Mal bei einem Future-Turnier als Nummer acht gesetzt.

Nach einem glatten 6:2 und 6:2-Erfolg über den Russen Kirill Kivattsev, bei dem David Pichler nicht einen einzigen Breakball zuließ, wartete im Achtelfinale von Doboj der kanadische Daviscupper Frank Dancevic. Der 31-jährige hat seine beste Zeit (2007 Nummer 65 der ATP-Weltrangliste) schon hinter sich, trotzdem steht der Kanadier mit Rang 316 noch deutlich vor Pichler in der Weltrangliste. Trotzdem hielt der Burgenländer von Beginn an sehr gut mit. Pichler vergab zwar beim Stand von 5:2 und 6:5 jeweils drei Satzbälle, verwertete im Tie-Break aber den achten zum Satzgewinn. Eine kurze Verschnaufpause kostete dann glatt den zweiten Durchgang, ehe Dancevic bei 5:2 im Entscheidungssatz schon wie der sichere Sieger aussah. „Dann ist es aber irgendwie gut gegangen“, so Pichler. Sehr gut sogar, denn das BTV-Ass holte vier Spiele in Folge und führte auch im Tie-Break mit 4:2, ehe der Regen die Partie unterbrach. Der Nordburgenländer holte am nächsten Tag die notwendigen drei Punkte und stand somit im Viertelfinale. In einem völlig anderen Spiel – der Osliper musste gegen den Mazedonier Tomislav Jotovski das Spiel machen - gelang es Pichler zwar den ersten Satz für sich zu entscheiden, doch am Ende wurde es nichts aus dem Semifinale und sechs wertvollen Punkten für die Rangliste.

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Ein weiteres Endspiel stand allerdings im Doppel zu Buche. Mit dem Ukrainer Danylo Kalenichenko zog David Pichler in seine siebentes Future-Endspiel im Doppel ein. Zum vierten Mal ging ein Finale aber im Match-Tiebreak verloren. Trotzdem ist der Burgenländer mit der Performance zufrieden: „Ich hab das Gefühl, dass es immer enger wird. Vielleicht gewinne ich ja mein nächstes Endspiel im Match-Tiebreak. Die Chance dazu ist beim zweiten Antreten in Doboj sehr groß. Als topgesetztes Duo steht Pichler mit Lucas Miedler bereits im Semifinale. Im Einzel eroberte Pichler mit dem 6:3 und 6:4-Erfolg über den Ungarn Viktor Filipenko den nächsten Punkt für die Weltrangliste.



Runde zwei wurde es für Karoline Kurz nach einem Sieg über die Wild-Card-Spielerin Andjela Novcic (SRB) im kroatischen Bol. Denn nach dem glatten Erfolg unterlag die Oberpullendorferin Novcic‘ Landsfrau Bojana Marinkovic in einer umkämpften Partie mit 4:6, 6:2 und 3:6. Der Sieg und ihr Karrierehöchstwert (Rang 816 in der WTA-Rangliste) verhalfen Kurz allerdings dazu zum ersten Mal in ihrer Karriere bei einem 10.000er-Turnier gesetzt zu sein. Als Nummer acht traf sie in Hammamet (Tunesien) in Runde eins auf die französische Qualifikantin Sarah Finck, konnte ihrer Favoritenrolle aber nur fallweise gerecht werden. Nachdem sich die Französin in Durchgang eins sehr effizient zeigte – sie wandelte ihre beiden Breakbälle auch in zwei Breaks um – gewann Kurz sieben Spiele in Folge. Am Ende ging die Oberpullendorferin aber dennoch als 3:6, 6:0 und 3:6-Verliererin vom Platz.


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