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LigaSenioren

5. Juli 2022
Bundesliga Herren 45: Oberwart forderte den Favoriten voll

Am vergangenen Samstag standen auf der Anlage des Colony Clubs in Wien die Finalspiele der Herren 45, 55 und 60 auf dem Programm. Mit dabei der UTC Sportstadt Oberwart, der sich mit dem Favoriten aus Sankt Valentin einen Kampf auf Biegen und Brechen lieferte.

Klaus Kojnek, Josef Molnar, Gerhard Preschitz, Janos Lipták, Wolfgang Schranz (v.l.)

Aber der Reihe nach: Die Oberwarter sicherten sich mit drei Siegen an den ersten drei Spieltagen vorzeitig den Sieg in der Gruppe B der Bundesliga Herren 45 und somit ein Halbfinalduell auf eigener Anlage gegen den TC GM-Sports Anif. Wolfgang Schranz, Radovan Kuchynka, Andreas Kassanits und Gerhard Preschitz machten mit ihren Einzelsiegen schon vorzeitig alles klar – Endstand: 5:2.

Womit das Finalduell mit dem Titelverteidiger aus Sankt Valentin, um die beiden Ex-Internationalen Stefan Koubek und Werner Eschauer, erreicht war. Und dieses Finale sollte zum Krimi werden.

Im Nummer 1-Duell forderte Clemens Weinhandl die ehemalige Nummer 20 der ATP Rangliste, Stefan Koubek, 2 Stunden lang, um schlussendlich seinem Gegner zu einem 4:6, 3:6 zu gratulieren. „Spielerisch war das schon halbwegs ok, leider konnte ich aber meine Chancen nicht nutzen und war in den entscheidenden Momenten einfach nicht cool genug“, trauert Weinhandl einem möglichen wichtigen Punkt nach.

Ein Duell auf höchsten Niveau lieferten sich die beiden ehemaligen Davis Cup-Spieler, Wolfgang Schranz, auf Oberwarter und Werner Eschauer auf Sankt Valentiner Seite. Zunächst dominierte Schranz mit seinem perfekten druckvollen und gleichzeitig spielerischen Auftritt und führte 6:0, 2:0, ehe Eschauer zurückschlug und das Spiel in ein Match-Tiebreak führte. Auch da stand das Duell lange auf Messers Schneide, bis Schranz dieses mit einem Ass zum 10:7 beendete. „Anfangs gewann ich jedes enge Game, musste dann aber dem hohen Aufwand körperlich Tribut zahlen. Zwischen uns ist es immer eng. Ich denke aber, dass die doch zahlreich erschienenen Zuschauer ein Match auf sehr gutem Niveau sahen“, so Schranz.

Auf Nummer 3 tat sich Radek Kuchynka auch aufgrund von körperlichen Problemen gegen den Veteranen Gerald Kaiser sehr schwer, ehe sein 4:6, 6:1 und 10:7-Erfolg feststand. „Der erste Satz war nicht gut von mir. Im Match-Tiebreak kann dann immer alles passieren. Ich bin froh, dass ich dieses für mich entscheiden konnte.“

Auf Nummer 4 konnte Janos Liptak gegen Christian Lugus bei 4:4 und 40:0 seine Spielbälle nicht verwerten, verlor dann ein wenig die Nerven und den Faden und musste sich schlussendlich in zwei Sätzen geschlagen geben. „Der Schlüssel für meinen Gegner waren sicher die vielen vergebenen Chancen bei 4:4 im ersten Satz“, so Liptak.

Auf Nummer 5 stand Gerhard Preschitz gegen den ehemaligen Davis Cupper Udo Plamberger auf verlorenem Posten. „Plamberger war in allen Belangen besser, mir ist aber heute auch nicht wirklich viel gelungen“, war Preschitz unzufrieden.

Wie schon im Vorjahr mussten die Oberwarter somit mit einem 2:3-Rückstand mit dem Rücken zur Wand in die Doppel. Dieses Mal schafften die Südburgenländer aber fast noch die Wende. Im wohl entscheidenden Zweier-Doppel führten Kuchynka/Liptak gegen Kaiser/Plamberger mit 7/6 im Match-Tiebreak, ehe einige unglückliche Ballwechsel in Folge das Schicksal besiegelten. Im Doppelschlager Schranz/Weinhandl gegen Koubek/Eschauer hatten die Oberwarter den ersten Satz gewonnen und waren im zweiten Durchgang knapp zurück. Nachdem der Sieg für die Niederösterreicher nach dem Erfolg ihres Zweier-Doppels feststand, beendeten die ehemaligen ATP-Stars auf Seiten Sankt Valentins ihr Doppel, um sofort mit den Feierlichkeiten zu beginnen.

„Wir gratulieren Sankt Valentin zum verdienten Sieg. Wir waren dieses Mal sehr knapp dran und es war uns eine Freude zu sehen, wie die Mannschaftsführung des Favoriten nicht nur wegen der Hitze ordentlich ins Schwitzen kam“, meinten Mannschaftsführer Clemens Weinhandl und Stellvertreter Klaus Kojnek unisono.

Detailergebnisse:

Bundesliga 2022, Gruppe HBL45 Play off - ÖTV (oetv.at)

Clemens Weinhandl

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