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Bitte warten! Das Finalturnier findet erst 2021 statt

Aufgrund der Corona-Pandemie entschloss sich der Weltverband, das für November geplante Event in Madrid um ein Jahr zu verschieben. Österreich ist davon betroffen. Auch die Damen müssen mehr als ein Jahr pausieren.

©GEPA-Pictures

Bitte warten heißt es für das österreichische Daviscup-Team: Das für November geplante Finalturnier 2020 wurde am Freitag von der ITF verschoben und findet nun in der Woche ab dem 22. November 2021 statt. Im Finale 2021 werden die 18 Teams vertreten sein, die im Finale 2020 antreten hätten sollen, darunter auch Österreich, das sich in Premstätten gegen Uruguay für den Showdown qualifiziert hatte.

Die Entscheidung, die Veranstaltung zu verschieben, erfolgte nach einer dreimonatigen Überprüfung der erheblichen logistischen und regulatorischen Herausforderungen, die sich aus der Covid19-Pandemie und allen potenziellen Hosting-Szenarien ergeben haben, wobei die Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten von größter Bedeutung sind.

Aufgrund der Tatsache, dass mehr als 90 Athleten mit Betreuerteams und Fans heuer in Madrid zu Gast gewesen wären, konnte die Sicherheit dieses internationalen Massentreffens nicht gewährleistet werden.

Gerard Pique, Tennispräsident von Kosmos, sagte: „Es ist eine große Enttäuschung für uns alle. Wir wissen nicht, wie sich die Situation in jeder qualifizierten Nation entwickeln wird oder ob es in Spanien Einschränkungen geben wird. Wir können die Situation derzeit nicht einschätzen und die Sicherheit derjenigen nicht gewährleisten, die nach Madrid reisen."

David Haggerty, ITF-Präsident, sagte: „Dies ist eine schwierige Entscheidung, aber die Durchführung eines internationalen Teamevents in dieser Größenordnung bei gleichzeitiger Gewährleistung der Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten birgt letztendlich ein zu großes Risiko. Es ist ein komplexes Unterfangen und wir haben jetzt die Entscheidung getroffen, Spielern, nationalen Verbänden und Fans Sicherheit zu bieten. Wir freuen uns darauf, nächstes Jahr einen fantastischen Wettbewerb zu liefern.“

Die Reaktionen des ÖTV
„Leider hat sich die Covid19-Situation nicht wie erhofft entspannt“, sagt ÖTV-Geschäftsführer Thomas Schweda. „Natürlich ist es schade, vor allem für die Spieler, wenn der Daviscup eineinhalb Jahre nicht stattfinden wird. Aber die Gesundheit geht vor. Deshalb haben wir für die Entscheidung der ITF vollstes Verständnis.“

Daviscup-Kapitän Stefan Koubek hat „noch nicht so früh mit der Verschiebung gerechnet“, aber: „Ein Finalturnier mit 18 Nationen abzuhandeln, wäre unter diesen Bedingungen sicher schwierig gewesen. Auch Olympia und die Fußball-EM wurden um ein Jahr verschoben. Für uns ist es natürlich bitter, andererseits sind wir trotzdem im Finale.“

Verpasst Jürgen Melzer, mit 38 Einberufungen und 78 Einsätzen österreichischer Rekordmann, nun die Krönung seiner Daviscup-Karriere? „Das wäre natürlich ein wunderschöner Abschluss gewesen, keine Frage“, sagt der 39-Jährige. „Gegen eine Pandemie kann man nichts ausrichten, aber man weiß ja nie. Ich werde in meinen Körper reinhören, schauen, wie ich mich im Herbst fühle und dann die Entscheidung treffen, ob ich aufhöre oder vielleicht doch noch ein Jahr dranhänge.“ 

Auch die Fed-Cup-Damen müssen warten
Wie bei den Heren, ist auch bei den Damen die Nationalmannschaft zur Untätigkeit gezwungen. Erst 2022 wird das Team von Kapitänin Marion Maruska wieder auf internationalem Parkett aufschlagen dürfen. "Wir haben ein junges Team, das Zeit braucht. Vielleicht nützen die Mädels ja diese Zeit, um stärker zu werden. Dann können wir um die Weltgruppe mitspielen."

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